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Filmkritik zu Joyride 2

"Joy Ride 2 – Dead Ahead" auf DVD erschienen
von Renate Schiffmann

Das Motto "Umwege können tödlich sein" trifft bei diesem Film voll ins Schwarze


Die visuellen Schockeffekte in "Joy Ride 2 - Dead Ahead" sind nichts für schwache Nerven. Der Film ist hart, böse und unterhaltsam.

"Joy Ride 2 – Dead Ahead" ist ein kleiner böser Film, der trotz der visuellen Schockeffekte den Zuschauer unterhält. Während der Vorgänger "Joy Ride – Spritztour" nicht ganz so blutrünstig war, wird im Nachfolger deutlich mehr Gewalt angewendet.

"Joy Ride 2" – Eine Spritztour des Grauens beginnt

Melissa, ihr Verlobter Bobby sowie Kayla, Melissas Schwester, sind mit dem Auto auf dem Weg nach Las Vegas. An einer Tankstelle treffen sie Kaylas Internetbekanntschaft Nik. Nik schlägt vor, auf eine wenig befahrene Seitenstraße auszuweichen. Bobby äußert zwar seine Bedenken hinsichtlich dieser Routenänderung, kann sich aber nicht durchsetzen.

Es kommt, wie es kommen muss: Eine Autopanne mitten in der Wüste zwingt die Freunde, ihre Reise zu unterbrechen. Auf der Suche nach einer Telefonzelle finden sie in der Einöde ein abgelegenes Haus. Da sie den Besitzer nicht antreffen, entscheiden sich die Vier für eine etwas unkonventionelle Lösung: In der angrenzenden Garage entdecken sie ein altes Auto und leihen es sich aus. Melissa hinterlässt aus Pflichtgefühl ihre Handynummer. Diese Entscheidung wird Unheil und ein schreckliches Ende heraufbeschwören.

Die Spritztour entwickelt sich zum Höllentrip

Die Strafe für den Diebstahl des Wagens folgt direkt am nächsten Tag: Bobby wird gekidnappt, und der Besitzer, der sadistische Trucker Rusty Nail, wird Melissa, Kayla und Nik mit einigen grausamen Aufgaben erpressen. Die Drei müssen feststellen, dass ihnen das Grauen im Nacken sitzt. Die anfangs als coole Spritztour angelegte Fahrt entwickelt sich zur Hetzjagd, die von jedem Einzelnen alles abverlangt, und zwar in körperlicher und psychischer Hinsicht

Bei dieser Spritztour werden am Ende einige auf der Strecke bleiben

Bei dem Versuch Bobbys Leben zu retten, werden die Drei immer weiter in einen Sog von Wahnsinn und Gewalt gerissen. Rusty Nail wird Rache nehmen, und für das Finale hat er sich etwas ganz Besonderes ausgedacht. Am Ende büßt jeder der vier Freunde in unterschiedlichster Weise für den begangenen Diebstahl. Und Rusty Nail? Das Ende ist beklemmend und unheimlich, und für den Zuschauer fast nicht zu glauben.

Die DVD-Ausstattung ist solide

Der Film wurde von Twentieth Century Fox Home Entertainment auf DVD veröffentlicht. Die DVD verfügt über folgende Sonderausstattung: ein circa 14-minütiges Making-Of, ein Feature über das Make-Up des Grauens sowie eine kurze Dokumentation zu Szene 118 (Vom Storyboard zum Film). Die DVD verfügt über vier Sprachfassungen, die anwählbaren Untertitel umfassen insgesamt acht Sprachen

Bei der Synchronisation fällt auf, dass der sadistische Trucker Rusty Nail in der deutschen Übersetzung mit Rostiger Nagel angesprochen wird. Die Übersetzer hätten den ursprünglichen Namen beibehalten sollen.

Das Grauen wurde nicht gerade zögerlich inszeniert. Für ein Sequel mit kleinem Budget (die Produktionskosten wurden auf circa 5 Millionen US-Dollar geschätzt) ist die Geschichte unterhaltsam und bietet für Freunde der härteren Gangart einige Schockeffekte

Darsteller: Nicki Aycox, Nick Zano, Kyle Schmid, Laura Jordan, Mark Gibbon u.a.

FSK: keine Jugendfreigabe

Quelle: Suite101.de