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Interview von European News Agency, März 2009

Kyle Schmid - mit Biss und Talent an die Spitze?
von: Renate Schiffmann

Seit einiger Zeit rückt ein kanadischer Schauspieler verstärkt in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit. Kyle Schmid begann bereits 1996 als Schauspieler zu arbeiten.

Er kann auf eine lange Karriere zurück blicken, aber seine Darstellung des Vampirs Henry Fitzroy ist sicherlich die bisher wichtigste Rolle in seiner Laufbahn, denn sie brachte den Stein erst richtig ins Rollen.

Henry Fitzroy ist einer der drei Hauptcharaktere in der kanadischen Kult-TV-Serie "Blood Ties". Die fünf Bücher der "Vicki Nelson" / Blood Ties"-Reihe von Tanya Huff lieferten die Ideen, die dann fernsehgerecht aufbereitet wurden. RTL2 zeigt "Blood Ties - Biss aufs Blut" jede Sonntag Nacht um 0:55 Uhr.


Was macht diese Rolle so einzigartig? Henry Fitzroy ist nicht nur der uneheliche Sohn von Heinrich VIII., er lebt als fast 500 Jahre alter Vampir im heutigen Toronto. Kyle Schmids Darstellung und seine eigene Interpretation dieses adeligen Vampirs werden sehr gut in den einzelnen Folgen umgesetzt.

Er hat dieser Rolle viel zu verdanken: größere Bekanntheit und viele neue und treue Fans. Seine Zusage als Stargast auf der FrightCon in Bonn (31. Juli bis 2. August 2009) wird ebenfalls dazu beitragen, noch mehr Aufmerksamkeit auf ihn zu ziehen.

Kyle Schmid ist sehr talentiert. Vergleiche mit anderen jungen Schauspielern drängen sich förmlich auf. Jedes Jahr rücken einige "neue" Künstler in den Vordergrund. Aber nicht alle schaffen es, über einen längeren Zeitraum im Gedächtnis der Kinogänger oder Fernsehzuschauer haften zu bleiben.

Manchmal genügt auch nur eine einzige Rolle, die letztendlich zum Schicksal des Künstlers wird:

Die Rolle, mit der die Leute ihn auf lange Sicht identifizieren werden.

Die Rolle, die so hohe Maßstäbe in die Interpretation des Charakters gesetzt hatte, dass man sich nicht vorstellen kann, dass ein anderer Schauspieler den gleichen Job genauso gut oder sogar besser hinbekommt.

Das war z.B. bei Heath Ledger der Fall. Seine Darstellung des Jokers in "Dark Knight" war und ist unübertroffen. Völlig zu Recht wurde er bei der 81. Oscarverleihung am 22. Februar 2009 posthum mit dem Oscar als bester Schauspieler in einer Nebenrolle ausgezeichnet.

Das gleiche Phänomen wird sich bei Kyle Schmid und seiner Rolle als Henry Fitzroy wiederholen. Seine Darstellung ist beeindruckend, und die von ihm verkörperte Serienfigur wird seine Karriere noch lange begleiten.

Kyle Schmid hat einige Aspekte, die man einem Vampir nicht zugetraut hätte, gut umgesetzt (Menschlichkeit, Verletzlichkeit, sogar Humor, Weisheit und Verständnis bei menschlichen Problemen). Sein Vampir ist eben nicht die Horrorausgabe, die man schon zu genüge aus anderen Filmen kennt, sondern man kann seine Interpretation so deuten:

Ein junger Mann, der zwar als Vampir unsterblich ist, aber nicht jedes gängige Vampirklischee automatisch erfüllt. Sein Henry Fitzroy scheut weder Knoblauch noch Silberkreuze, er ist sogar religiös. Das gab es bei Graf Dracula in den 1960er Jahren nicht.

Jeder, der nun die "Blood Ties"-Bücher liest, wird sicherlich sofort an Kyle Schmids schauspielerische Leistung denken. Vor dem inneren Auge des Lesers erscheint dann sein Bild, da er sich unbewusst als der wahre und einzige Henry Fitzroy im Kopf fest gesetzt hat. Ein größeres Kompliment kann man diesem Schauspieler nicht machen. Er hat einer fiktiven Romanfigur ein eigenständiges Leben eingehaucht und mögliche Auswirkungen des Vampirdaseins glaubwürdig dargestellt.

Seine Begabung könnte ihn zu einem der wenigen Schauspieler machen, die in einigen Jahren noch immer dick im Geschäft sein werden, auch wenn "das Mindesthaltbar-keitsdatum als junger Draufgänger und Herzensbrecher" längst abgelaufen ist. Er könnte der perfekte Kandidat sein, die durch den Tod von Heath Ledger entstandene Lücke vollständig zu schließen.

Quelle: European News Agency